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4:13 Dream - Reviews


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dankron



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 21.03.2008
Beiträge: 42
BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 19:18    Titel: 4:13 Dream - Reviews Antworten mit Zitat

LAUT.DE
REVIEW VON
Eberhard Dobler

Das 13. Studioalbum von The Cure. Sehnlichst auch deshalb herbei gewünscht, weil der Vorgänger vier Jahre auf dem Buckel hat, gespannt erwartet, weil die Messlatte seit der Welttour im Frühjahr ziemlich hoch lag.

Live gaben sich Robert Smith und seine Weggefährten als echter Rockvierer (plus Sequenzer-Einspielungen). Gitarrist Porl Thompson versuchte erst gar nicht zu verbergen, dass er zwischendurch mal mit Led Zeppelins Jimmy Page und Robert Plant auf Tour war. Im Gegenteil: Tracks wie "Us Or Them" dröhnten heavy wie selten aus den Boxentürmen.

Aus dieser Perspektive betrachtet klingt "4:13", als habe Robert Smith manchmal Porls Volumeregler abgeschraubt oder Jason Cooper Rutesticks in die Hand gedrückt: Die können auch anders, wollten es aber nicht.
Natürlich klingen The Cure trotzdem nach The Cure und haben qualitativ gute Songs auf der Pfanne. Dazu zählt das poppig abhebende "The Perfect Boy" oder das für die Band rhytmisch eher hyperaktive "Freakshow".

"This. Here And Now. With You", von Simon Gallups mächtigem Bass getragen, zeigt beispielhaft, warum man sie liebt: unpeinlich emotional breitet sich Roberts Sound Stück für Stück im Frequenzspektrum aus.

"Sleep When I'm Dead" gehört ebenfalls zu den auffälligeren Tracks. Bezeichnenderweise stammt die Grundidee der temporeichen Nummer aus den Sessions zu "Head On The Door" - das Album erschien 1985. "4:13 Dream" nimmt aber auch auf andere Werke Bezug.

"Underneath The Stars" oder "Sirensong", letzteres mit positiverer Grundstimmung, könnten zu "Disintegration" gehören, während "The Only One" als Verweis auf "Wish" durchgeht. Die psychedelische Aggression von "The Scream" und die Rocksession "It's Over" erinnern von der Produktion her eher an besagten, ebenfalls live eingespielten Vorgänger.

Dagegen hat man selten eine so verzerrte Cure-Gitarre in Kombination mit einem Rhythmusloop gehört wie beim "Switch"-Intro. Unterm Strich bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück: The Cure haben schon bessere Songs geschrieben, wichtigere Platten aufgenommen, auf jeden Fall Werke mit höherem Wiedererkennungswert veröffentlicht.

Damit sind nicht nur die Klassiker gemeint, sondern auch der mehrfach bemühte Vorgänger. "4:13 Dream" wirkt im direkten Vergleich irgendwie verwirrt, zumindest gezügelt. Stagnation kann man Robert und Co. dennoch nicht vorwerfen. (3/5)


Zuletzt bearbeitet von dankron am 29.10.2008, 19:26, insgesamt einmal bearbeitet
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dankron



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 21.03.2008
Beiträge: 42
BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

SPIEGEL.DE

Nur wenige Gruppen wurden an dieser Stelle so häufig erwähnt wie The Cure, die große Liebe. Nachdem sich der Autor dieser Zeilen im Jahr 1984 mit dem Kauf von Bruce Springsteens "Born In The U.S.A" erstmals dazu entschied, "richtige" Musik zu hören, erwarb er 1985 statt der Cure-LP "The Head On The Door" lieber "Dream Into Action" von Howard Jones. Natürlich ein Fehler, denn die wunderbar trostlosen, einfarbigen Stücke von Robert Smith machten das Überleben in stürmischen Zeiten etwas leichter. Selbst heute, mehr als 30 Jahre nach der Bandgründung, ist der verhangene Zauber von The Cure ungebrochen: Das beste und depressivste Cure-Album "Pornography" wird dieser Tage in der beliebten Japan-Edition wiederveröffentlicht, die Band spielt dreistündige Konzerte, die mit "Fire In Cairo" oder "Killing An Arab" enden, und das neue Album "4:13 Dream" beginnt mit "Underneath The Stars" so elegisch, ausufernd und grandios wie seinerzeit "Disintegration" oder "Bloodflowers".

"The Only One" spielt noch einmal mit der Leichtigkeit von "Just Like Heaven", während knappere, robustere Songs wie "Freakshow" Smith auch weiterhin nicht so gut zu Gesicht stehen. In "The Real Snow White" dagegen gelingt Robert Smith die Symbiose aus Tristesse und Ausgelassenheit, fast scheint es, als wäre er für Momente zum Realisten geworden: "I made a promise to myself/ I wouldn’t start with anyone else/ Well, you know how it is/ And these promises made/ In the heat of the moment/ They’re made to be broken in two.” Auch das unheilvoll leiernde "The Scream” stößt schnell auf die Risse im Fundament: "Your eyes are too bright." Und später: "And your smile is gone." Eigentlich erstaunlich, dass "4:13 Dream" nicht mit einem Runterzieher, sondern mit dem hübsch lärmenden "It’s Over" endet: "Oh, I can’t do this anymore", murrt Smith zum Abschied. Gut, dass er für uns nochmal eine Ausnahme gemacht hat. (7/10) Jan Wigger
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dankron



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 21.03.2008
Beiträge: 42
BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

ZEIT.DE

Zäh wie Bitumen
Von Jan Kühnemund
Vielleicht hätten The Cure auf ihr 13. Album verzichten sollen. Außer großer Zahlensymbolik hat es nicht viel zu bieten.

Der dunkle Zauber warf seinen Schatten voraus: Ende vergangenen Jahres verkündeten The Cure, dreißig neue Lieder aufgenommen zu haben. Am 13. September 2008 solle das 13. Album der Band erscheinen. Vier Monate im Voraus begann die Gruppe damit, jeweils eine Single mit zwei neuen Stücken zu veröffentlichen. Die Lieder – angefangen mit The Only One im Mai – erschienen jeweils am Monatsdreizehnten.

Selbst als die Veröffentlichung des Albums um sechs Wochen verschoben wurde, folgten The Cure einem Notfallplan, der die Symbolik der 13 aufrechterhielt: Sie veröffentlichten ein Minialbum mit fünf Remixen der Singles. Vier mal zwei plus fünf? Genau, 13. Das Album heißt – für alle, die es ganz explizit wollen – 4:13 Dream, es sind 13 Stücke drauf. Wozu diese überbetonte Symbolik? Sind die Lieder so schwach?

4:13 Dream ist ein zerrissenes Album. The Cure wildern in ihrer eigenen Vergangenheit. Underneath The Stars ist aus dem selben Garn gewebt wie der düstere Klangteppich Disintegration, nur ein bisschen ausgewaschen. The Only One und The Perfect Boy sind fröhliche Poplieder, wie die Band sie Mitte der Achtziger sang. Sirensong erinnert an Wish und Sleep When I’m Dead hätte auf Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me nicht gestört, Freakshow ist ähnlich exzentrisch wie viele Stücke auf dem schlechten Wild Mood Swings.

Nur: Die zitierten Werke waren stark innerhalb der stimmungsvollen Dramaturgie der jeweiligen Alben. 4:13 Dream hingegen klingt wie ein Gemischtwarenladen.

Die Zerrissenheit wäre vielleicht sogar unerheblich – oder zumindest weniger auffällig – wenn die Lieder nicht so belanglos wären. Stücke wie It’s Over und Switch mühen sich redlich, nach The Cure zu klingen, haben melodiös aber kaum etwas zu bieten.

Auf früheren Alben ist es der Band so oft gelungen, der Schwere eine betörend leichte Melodie entgegenzusetzen, da durchbrach ein Kieksen Robert Smiths weinerlichen Tonfall. Nun hört man, wie The Cure versuchen, Schwermut und Schmunzeln in die Waage zu bringen – und wie es immer wieder misslingt. Vor allem, wenn Porl Thompson eine Schippe grobes Gitarrenkorn auflegt, ist die Einfallslosigkeit frappant!

Besser sind die Lieder, in denen die Band behutsam zu Werke geht. In The Only One etwa. Es überragt alle anderen Stücke und ist das einzig richtig gute. Zwei, drei andere Lieder sind immerhin in Ordnung. Größere Inseln im aufgewühlten Meer des Gitarrenkreischens gibt es leider nicht.

Manches Stück – etwa Sleep When I’m Dead – wäre wohl gar nicht so unerträglich, wenn das Album ordentlich produziert wäre. 4:13 Dream klingt furchtbar breiig – wie schon die letzten drei Alben der Band. Vor allem dem Bass fehlt der pointierte Plopp, zäh wie Bitumen breitet sich sein dumpfes Grollen über allem aus.

Vielleicht sind die Ohren des Herrn Smith einfach schlecht geworden über die Jahre? Er ist ja auch schon beinahe 50 und ließ seine Trommelfelle an unzähligen Abenden vom eigenen Krach durchwalken. Es heißt, er betrachte die Band als seinen Besitz, er habe auch auch diesmal an den Reglern gedreht, gemeinsam mit dem Hitparadenfüller Keith Uddin.

Im Volksmund ist die 13 das “Dutzend des Teufels”, in vielen Hochhäusern gibt es keinen 13. Stock. In Flugzeugen folgt Reihe 14 auf Reihe 12, selbst die Angst vor der 13 hat einen Namen: Triskaidekaphobie. Vielleicht hätten auch The Cure auf ihr 13. Album verzichten sollen? Noch vor seinem 50. Geburtstag am 21. April 2009 solle das 14. erscheinen, kündigte Robert Smith bereits an.
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airlock



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

BLAH BLAH BLAH
_________________
Hold the air and gasp in life
This solid dance
This cold cold night
Is gone...
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Untitled



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

dankron hat folgendes geschrieben:


Zäh wie Bitumen
Von Jan Kühnemund

Kühner Mund wieder. Von dem hätte ich mehr erwartet.
_________________
remembering you
standing quiet in the rain
as i ran to your heart to be near
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figure



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Der Spiegel hat folgendes geschrieben:
Selbst heute, mehr als 30 Jahre nach der Bandgründung, ist der verhangene Zauber von The Cure ungebrochen: Das beste und depressivste Cure-Album "Pornography" wird dieser Tage in der beliebten Japan-Edition wiederveröffentlicht


hach ja Mr. Green
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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Die Zeit hat folgendes geschrieben:
... The Only One etwa. Es überragt alle anderen Stücke ...


hach ja Mr. Green
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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

2 airlock...auch mal zwischen den Zeilen lesen... Mr. Green
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Catherine



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Glaubt ma nicht, dass ich das alles...na, vielleicht mal am Wochenende, wenn ich da Zeit finde. Mit den Augen rollen
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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hab dir doch das wichtigste zitiert Winken jaja, die Jugend, keine Rast und keine Ruh Mr. Green
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Catherine



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Jaja, danke, alter Mann.
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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

gern habe ich dir ein wenig meiner Zeit geschenkt, mein Kind Winken muss gleich wieder zurück ans Meer Mr. Green
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Catherine



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

ich weiß es zu schätzen, alter Mann und jetzt geh wieder auf dem Steinstrand tanzen.
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figure



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BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

nein, will nur aufs meer schauen Winken gute nacht, mein kind
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Catherine



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Beiträge: 5972
BeitragVerfasst am: 29.10.2008, 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

hui, könnte bisschen kalt werden, denk an´s Rheuma... Winken
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dankron



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Beiträge: 42
BeitragVerfasst am: 30.10.2008, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

PLATTENTESTS.DE

Robert Smith wundert sich über die Liebe

Mal ehrlich: Im Grunde ist Robert Smith eine jammernde Nervensäge mit desaströser Frisur. Gekommen, um zu stressen. Doch kaum ist er einmal weg und seine Band widerruflich aufgelöst, werden beide auch schon wieder schmerzlich vermisst. Es wird wohl daran liegen, dass man bei The Cure weiß, was man hat: jedes Mal was Neues bzw. Anderes, und das nicht nur in den Achtzigern und Neunzigern, sondern auch in den Nuller Jahren. Schwermut in Breitwandformat, gelegentlich ein lustig poppiges Klöpferchen wie "Cut here", um etwaiger Kritik an der x-ten Best-of-Kopplung das Maul zu stopfen, und zuletzt mit "The Cure" ein zornig um sich beißendes Dunkelrock-Ungetüm mit Stachelhalsband. Die ab Mai auf den 13. jedes Monats verteilten, harmonischen Vorab-Singles zum ebensovielten Studioalbum ließen aber nur für ungeübte Hörer vergleichsweise leichte Kost vermuten.

Denn natürlich lässt eine oftmals als Fürsten der Dunkelheit apostrophierte Band es nicht einfach bei solchen Offensichtlichkeiten bewenden. Im Gegenteil: Federnde Leichtigkeit und bleierne Schwere, Freudentanz und Jammertal sind nach wie vor wenig mehr als ein Hinhören voneinander entfernt. Wo Smith zunächst "Oh I love I love love what you do to my lips / When you suck me inside and blow me a kiss" jubiliert, ist eine Zeile wie "I won't try to bring you down about my suicide / If you promise not to sing about the reasons why" garantiert nicht weit. Auch wenn es ein cleverer suggestiver Kniff ist, ein Stück über den Umstand zu schreiben, dass man eben nicht über Selbstmord singt. Rechts blinken, links abbiegen - eine Spezialität im The-Cure-Universum.

"The reasons why" zupft dann auch einen kuscheligen New-Order-Bass und gibt vordergründig einen gemütlichen Pop-Schunkler - wäre da nicht die dräuende Schlussfolgerung. "Underneath the stars" ist gleich zu Anfang das zarteste Liebeslied der jüngeren Bandgeschichte, obwohl es mit schleppendem Gitarren-Wave, Abschiedsstimmung und jenseitigem Glöckchengebimmel kokettiert. Gute Laune und Glück ohne Reue blitzen nur selten so offensichtlich auf wie bei "The only one", der liebestrunkenen ersten Single mit "Just like Heaven"-Wohlfühlgarantie, oder beim beweglichen "Freakshow", wo sogar flüchtig The Ting Tings und The Pipettes vorbeihüpfen. Dass der Song nach gerade einmal zweieinhalb Minuten radikal abgewürgt wird, versteht sich fast von selbst. Zu einfach wollen The Cure es dem Hörer schließlich nicht machen.

Und haben damit auch in der zweiten Hälfte des Albums über weite Strecken Recht, obwohl sich The Cure hier alle Mühe geben, mit greller Psychedelia, störrischer Eingängigkeitsverweigerung und stellenweise absichtlich unakzentuierter Produktion die vorherigen Harmoniesignale wieder niederzumachen. "The perfect boy" geht gerade noch als Popsong durch, beklagt aber die trügerische Natur der Liebe, die sich meist nachträglich als ein Haufen Bockmist entpuppt. "Sleep when I'm dead" hat das Zeug zum Clubhit mit Pfeffer im Arsch, droht jedoch mit seiner gereizten Spannung jederzeit in einen Alptraum auszuarten. "It's over" macht zum Schluss mit Basslauf und Gitarrenlärm noch einmal mächtig Druck, während Smith sich die letzten Sirenenreserven von den Stimmbändern pult - bis er spätestens da wieder die alte Nervensäge und "4:13 dream" schlussendlich eines der besseren Alben seiner Band ist. Denn so viel verändert hat sich gar nicht: The Cure jammern auf hohem Niveau. Auch wenn es manchmal weh tut, so soll und muss das halt so sein.
(Thomas Pilgrim)
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Just A Falling Bird



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Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beiträge: 884
BeitragVerfasst am: 30.10.2008, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

dankron hat folgendes geschrieben:
ein lustig poppiges Klöpferchen wie "Cut here"




_________________
PRO JW
CONTRA Shecter
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Screw



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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 32
BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 09:55    Titel: aha! so ist das also... Antworten mit Zitat

http://www.motor.de/motormeinung/motor.de/the_cure_4_13_dream.html?sc=eb54a289517a4c26f6510b1045131a1f_2

MOTOR.DE

Um die Zahl 13 drehte sich in diesem Jahr alles im Cure-Universum: In den vergangenen Sommermonaten erschien jeweils am 13. eine Single als Vorgeschmack auf den 13. Cure-Longplayer. Mehr Hokuspokus als die Platte tatsächlich verdient.

Kinder, wie die Zeit vergeht: 1976 schlug die Debüt-Single ein wie eine Bombe. „Killing An Arab“ hieß die und erhitzte die Gemüter. Denn der Song wurde von vielen fälschlicher Weise als Aufruf zur Gewalt gegen Araber verstanden. Smith weist jede Schuld von sich und erklärt, er habe nur den Mord an einem Araber in Camus' Roman "Der Fremde" vertont. Live singt er fortan „Kissing an Arab“ oder „Killing another“. Auf jeden Fall erreichten sie mit dieser Diskussion mehr als jede PR-Maschinerie und bekamen soviel Publicity, dass sie auf einen Schlag über die britischen Grenzen hinaus bekannt wurden.

The Cure - Killing An Arab

The Cure wären nichts ohne Robert Smith. Er ist der einzige, der an allen 13 Aufnahmen beteiligt war. Er ist die markant-weinerliche Stimme und zerzaustes Aushängeschild der Ex-Gruftie-Band. Ihrem Melancholie geimpften, düsteren Soundgeflecht aus Wave- und Post-Punk-Elementen verleiht er das Charisma. Und bis heute sind sie ihrem Sound treu geblieben. Doch von Produktion zu Produktion mischte sich mehr Pop, mehr Freundlichkeit, mehr Positivismus in ihr Repertoire. Was nur wenigen Bands über einen solch großen Zeitraum gelingt, das meisterten sie mit Bravour: Sie prägten mit ihrem eigenen Sound eine ganze Generation von Bands (Interpol, My Chemical Romance), sie entwickelten sich musikalisch beständig weiter (zugegeben: manchmal auch zurück) und blieben sich stets treu.

Und wie hören sich Cure 2008 nun an?
Robert Smith genießt hörbar, dass Porl Thompson nach 15 Jahren zur Band zurückgekehrt ist. Smith scheint so glücklich, dass er das neue Album "4:13 Dream" nennt:

"Wir sind zu viert, dies ist unser 13. Album – und das ist alles wie ein Traum",
so Smith. Dennoch ist es kein zusammenhängendes Cure-Werk im eigentlichen Sinne. Vielmehr ist es ein Potpourri quer durch ihre eigene Vergangenheit. „Underneath The Stars“ erinnert an die düster-melancholische "Desintegration"-Zeit. Quietschig-poppige Liedchen a la „Lovecats“ finden sich in „The Perfect Boy“ und „The Only One“, während „Sleep When I’m Dead“ wunderbar auf „Kiss me, Kiss me, Kiss Me" gepasst hätte. Alles in allem hört sich Album Nummer 13 wie ein Spaziergang durch die Cure-Bandhistorie an. Böse Zungen könnten auch von einem Bauchladen-Album sprechen – für jeden scheint etwas dabei zu sein.

Fazit: Eingefleischte Cure-Fans werden sich gern auf die musikalische Reise durch das Cure-Universum begeben. Neue Fans allerdings werden sich durch "4:13 Dream" nur schwer akquirieren lassen.

Laura Anderson
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Screw



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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 32
BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

ah ja....

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1617568_Gepflegte-Truebsal.html

FRANKFURTER RUNDSCHAU online

The Cure

Gepflegte Trübsal

VON THOMAS WINKLER

Sind Sie Fan? Toupieren Sie sich jeden Morgen noch gewissenhaft die Haare? Legen Sie den roten Lippenstift auf und verschmieren ihn dann sorgfältig? Setzen Sie ihr trostlosestes Gesicht auf und schnitzen nur zur Sicherheit immer mal wieder am Handgelenk herum? Dann trösten Sie sich: Robert Smith hat angekündigt, dass all die todtraurigen, verzweifelten, suizidal einwandfreien Songs, die es nicht auf das neue Album von The Cure geschafft haben, in absehbarer Zeit auf einem extra Tonträger auch noch erscheinen sollen.

Bis dahin allerdings muss man vorlieb nehmen mit "4:13 Dream". Für das nun schon 13. Studioalbum seiner Band, hat der notorisch nachlässig geschminkte Wuschelkopf Smith verraten, wurden angeblich 33 Songs aufgenommen. Ausgewählt worden seien aber nur die flotten, dem Vorwärtsgang verpflichteten.

Den Auftakt allerdings macht "Underneath The Stars", ein eher zähflüssiges Psychedelic-Rock-Experiment, das wie mit verzerrten Gitarren und unterstützt von viel Hall einen nicht allzu grimmigen Alptraum nachstellt. Doch dann wird das Versprechen eingelöst, die Stimmungslage wird aufgeräumter, die Gitarren lebendiger und der mittlerweile 49-jährige Smith hebt vernehmlich die Stimme, auch wenn er weiter davon singt, wie jeder Tag noch bitterer wird als der vergangene und welchen Preis man zahlen muss fürs Glück.

Die Songs

The Cure: "4:13 Dream" (Geffen/ Universal) So mögen Stücke wie "Sleep When I'm Dead" zwar thematisch das von Smith gewohnte Themenspektrum zwischen Halbschlafträumerei, Verdrossenheit und Todessehnsucht abdecken, die musikalische Umsetzung aber ist vergleichsweise optimistisch geraten. Angesiedelt ziemlich genau in der Mitte zwischen den frühen, noch vom Punk beeinflussten Tagen und der mittleren Phase, als Smith mit Songs wie "Friday I'm In Love" oder "The Lovecats" sein Poppotential entdeckte.

Die federleichte Handschrift dieser Hits geht den Songs von "4:13 Dream" allerdings ab. Die Stimmung ist zwar nicht unbedingt düsterer, aber die Instrumentierung bisweilen schwerfälliger geworden. Durch "Switch" turnt eine Amok laufende Schweinegitarre, für "The Real Snow White" wird ein Wahwah-Pedal bemüht und "It's Over" rockt daher, als solle Bob Seeger durchgeschüttelt werden.

...sich mal wieder das schüttere Haupthaar toupieren

In solchen Momenten scheint es fast, als wolle man die Geister des Vorgänger-Albums "The Cure" von 2004 austreiben, als Smith zum allerersten Mal einen Produzenten verpflichtet hatte, ausgerechnet den mit harten Rock-Produktionen für Korn oder Slipknot bekannt gewordenen Ross Robinson. Dem war es allerdings nicht gelungen, aus The Cure eine Heavy-Metal-Band zu machen.

Nun hat Smith wieder die Verantwortung übernommen: Er ließ selbst den Keyboard-Einsatz aufs Nötigste zurückfahren und hat den zuletzt zum Ausfasern neigenden Sound der Band - abgesehen von dem eher quälenden und überflüssigen "The Scream" - neue Konzentration verschafft, mit der The Cure erstmals in ihrer Karriere die goldene Mitte zwischen Rock und Pop gefunden zu haben scheinen.

"4:13 Dream" wird, wie es einem immer wiederkehrenden Ritual in der Branche entspricht, als das beste Cure-Album aller Zeiten apostrophiert: Das ist immerhin die halbe Wahrheit, denn tatsächlich ist diese Songsammlung die solideste, die dem von einer Spinnenphobie geplagten Smith seit langer Zeit gelungen ist. Also wahrlich kein Grund, traurig zu sein. Aber vielleicht ein Anlass, sich das letzte schüttere Haupthaar mal wieder aufzutoupieren und ein wenig gepflegt Trübsal zu blasen.
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The Drowning Man



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 30.03.2007
Beiträge: 103
BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 10:23    Titel: Re: aha! so ist das also... Antworten mit Zitat

Screw hat folgendes geschrieben:
Quietschig-poppige Liedchen


Eine dämlichere Beschreibung für Cure-Pop-Songs hab ich wirklich noch nie gehört! Mit den Augen rollen
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