Diese blöde Entschuldigung "in den USA ist das nunmal anders" lass ich für mich nicht gelten. Oder gibt es einen der die Menschenrechtsverletzungen in China oder Nordkorea mit "dort ist das nunmal anders" entschuldigt? Es ist einfach eine bescheuerte Pose und Show und selbst wenn da sonst wer auf dem Podium steht und mir himmelweisswas erzählt... es macht den für mich nicht sympathischer.
Aber ohja... jetzt wird das Ansehen der USA in der Welt wieder steigen... Guantanamo wird geschlossen (hat's nie gegeben, wah?), Truppen abgezogen etc... als ob es ohne Bush anders verlaufen wäre... _________________ Meanwhile millions of miles away in space
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Schmeiß ich also alle meine Prinzipien über Bord, weil es das System so verlangt... wer nicht mitspielt, bleibt halt draußen... sorry, da bleib ich lieber freiwillig draußen, bevor ich mich diesem Schwachsinn anschliesse...
*ist nunmal/leider so* ...achja, wie oft hat die Menschheit diesen beknackten Satz eigentlich schon vor jeder großen Katastrophe in der Geschichte gesagt? _________________ Meanwhile millions of miles away in space
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vielleicht kann man das System nur von innen ändern... Also McCain und diese Frau und der "Klempner", das hätteste nicht bringen können! Obama wirkt auf mich tausendmal vertrauenserweckender!
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Verfasst am: 05.11.2008, 16:47 Titel:
curecurecure hat folgendes geschrieben:
...ist doch auch schön, dass es wieder einen Präsidenten gibt, den man überhaupt sympathisch finden kann, oder?!
von der Sache natürlich schon, die Frage ist, ob er sein Land und die Welt regieren kann... er hat seine Chance, schauen wir in einem Jahr auf das, was er erreicht hat und was seine ersten Amtshandlungen für Folgen haben werden...ich denke und glaube, das Amerika der freien Welt mit dieser Entscheidung keinen Gefallen getan hat...sich selber zu allerletzt... _________________
doch, gerne, nur nicht heute...kriegst die woche noch nachhilfe von mir in amerikanischer geschichte,okikoki?!
ich lass dir mal freie Hand, wenn du meinst, dass du mir da etwas erklären musst. werd sehen, ob ich es dann als Nachhilfe bezeichnen werde, okilidokeli?
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Verfasst am: 06.11.2008, 17:20 Titel:
dizzy_M hat folgendes geschrieben:
figure hat folgendes geschrieben:
doch, gerne, nur nicht heute...kriegst die woche noch nachhilfe von mir in amerikanischer geschichte,okikoki?!
ich lass dir mal freie Hand, wenn du meinst, dass du mir da etwas erklären musst. werd sehen, ob ich es dann als Nachhilfe bezeichnen werde, okilidokeli?
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Verfasst am: 07.11.2008, 23:15 Titel:
dizzy_M hat folgendes geschrieben:
"der freien Welt keinen Gefallen getan" - das klingt ja bedrohlich! aber Ausführen willste deinen Gedanken natürlich nicht weiter, was ?!
los gehts ...
Obama contra McCain...selten zuvor wurde das für und wider abgewägt, teilte sich Amerika sowie die übrige freie Welt in entgegengesetzte Lager, wurde ein neuer Präsident gefeiert so wie es Obama wurde...so oder so, die Ära Bush ist vorbei-sein Platz in den Geschichtsbüchern Amerika`s und denen der Welt wird sicherlich erst in einigen Jahren geschrieben sein-korrekt geschrieben wohlgemerkt...Ich gebe ehrlich zu, ich hätte mir McCain als neuen Präsidenten gewünscht, nicht wegen seinem Alter-aber auch deshalb, nicht wegen seinem Patriotismus-aber auch deshalb, nicht wegen seiner Lebenserfahrung-aber auch dehalb, nicht wegen seiner realistischen Wahlversprechen-aber auch deshalb, nicht wegen seiner Hautfarbe-aber auch deshalb, nicht wegen seiner nüchternden Einschätzung zur globalen Marktwirtschaft-aber auch deshalb...
Wer ist eigentlich Mr. Obama? Vergleiche zu einem nicht minder populären US-Präsidenten, John F. Kennedy, werden laut. Auch er war ziemlich jung und vertrat die Hoffnungen Amerikas sowie der übrigen westlichen Welt auf ein neues Zeitalter, stand für Veränderungen innerhalb des Systems und für den freien Geist einer neuen Generation. Alles was heute von ihm in Erinnerung bleibt sind das Schweinebucht-Abenteuer, das Debakel von Wien (von und mit Chruschtschow) und die Kuba-Krise. Sein Alter und die dazugehörige Lebenserfahrung standen ihm zeits seiner Präsidentschaft im Weg. Ich denke, die Geschichte wird sich zwangsläufig wiederholen, sein (geplant) überstürzter Rückzug aus dem Irak deutet zumindest schon mal darauf hin. Auch wenn Geschlecht und Hautfarbe keine Rolle mehr spielen sollte bei Fragen um die Besetzung von öffentlichen Ämtern-so bleibt doch trotzdem letztendlich diese stehen, wie sehr sie ihn selber am handeln und führen einer Nation hindern wird. „Insgeheim stellen sie sich vielleicht meine Zerrissenheit vor, das gemischte Blut, das gespenstische Bild des tragischen Mulatten, der in zwei Welten gefangen ist“ - Auszug aus seinem Buch „Ein Amerikanischer Traum“. Er wuchs ohne den Vater auf, erfand schon als kleiner Junge Geschichten über ihn, den ihm Unbekannten. Sein Großvater wäre in Afrika ein König, sein Vater ein Prinz und wenn er auch nach Hause zurück ginge wäre er es auch. Obama hat sich mit der gewonnen Präsidentschaftswahl einen (zwanghaften?) Kindheitstraum erfüllt, ob er diesem Amt auch gewachsen ist wird sich bald zeigen. Versprechen an die amerikanische Bevölkerung, ausgesprochen in unzähligen Wahlkampfveranstaltungen, entkräftete er schon in seiner Antrittsrede am selben Abend. Dinge, die McCain höchstwahrscheinlich den Sieg gekostet haben. Ein Mann, der die Dinge beim Namen nennt, der sich und seinen Idealen immer treu geblieben ist. Ein Mann, der trotz Gefangenschaft in Vietnam seinen Austausch ablehnte und somit anderen amerikanischen Soldaten die Freiheit und das Leben schenkte (wir hatten schon mal bei Uyea ein ähnliches Thema...mich schwach erinnere...grins). Ein Mann, der selbst im Wahlkampf fair war, Obama unverzüglich zu seinem Sieg gratulierte und sich die Schmährufe gegenüber dem ersten schwarzen Präsidenten in seinen eigenen Reihen verbat. Gewonnen hat in diesem Fall nicht der bessere Kandidat, sondern einfach nur der smartere, der besser mit den Medien spielte und den Leuten sagte, was sie hören wollen-der um jeden Preis diesen Job wollte. Amerika wählte seinen Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Nigger zum Präsidenten. Wenn er es kann, dann können wir auch alle das erreichen, was wir wollen, so unmöglich es auch erscheint. YES, WE CAN. Das Amen einer neuen Generation unter dem Sternenhimmel, unter dem nichts neu ist. _________________
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Verfasst am: 07.11.2008, 23:16 Titel:
Um es vielleicht nochmal etwas verständlicher auszudrücken, McCain ist für mich so ein Typ vom Schlag Wilco. Der macht keine großen Ankündigungen, sondern er macht es einfach. Er steht eher zufällig im Mittelpunkt, ohne diesen zu suchen. Und er erwartet kein Danke schön und dieses ganze Zeugs. Obama`s Charakterzüge finde ich am ehesten bei Froschregen. Da werden die spektakulärsten Dinge angekündigt, den Leuten Ideen unterbreitet (ala yes, we can) und am Ende kommt meist nix rum. Was dann natürlich an den anderen liegt, weil ja keiner mitmacht. Und ich behaupte mal einfach, wenn es zu einer Wahl wie auch immer kommen sollte, würde Froschregen das Rennen gewinnen. Weil er dieses Yes, we can Gefühl einfach besser verkaufen kann. Punkt. _________________
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